Zweimal Herbstkonzert im Schloss Köniz: Birdland & Totemügerli

Im neuesten Programm lässt sich der Jazzchor Bern neben originellen Arrangements von Jazz-Klassikern Eigenkompositionen auf den Leib schreiben. Einer der Höhepunkte, das gesungene „Totemügerli“ von Franz Hohler, ist gar eine Uraufführung.

Ist das noch Jazz? Es ist! Die Berner Jazzmusikerin Xenia Zampieri, bekannt für ihre schräg-genialen Arrangements, hat es komponiert. Von Schöppelimunggi’s und Houderebäseler’s grusligem Abenteuer bis hin zu einem groovigen Arrangement des Weather Report-Klassikers „Birdland“: Der Jazzchor Bern – unter der Leitung von Bertrand Gröger – reisst mit!

Musikalisch wird der Jazzchor Bern begleitet von Simone Bollini am Klavier, Thomas Dürst am Kontrabass und als Gesangssolistin Xenia Zampieri.

 

Konzertkritik F. Hallauer:
Live: „Birdland & Totemügerli“ im Kulturhof Schloss Köniz am 10. November 2024

Die etwa vierzig Sänger:innen kamen zu der Einleitung des Pianisten Simone Bollini und des Kontrabassisten Thomas Dürst auf die Bühne. Der Leiter des Chors, Bertrand Gröger, übernahm die Führung. Den ersten Song „All Or Nothing At All“ liess es so richtig fröhlich swingen. Der Chor sang mit instrumentaler Begleitung und manchmal auch pur A Cappella. Beim zweiten Song „Tangerine“ kam die Solistin Xenia Zampieri dazu. Sie sang bei ein paar Songs mit.

Der Chor fuhr mit weiteren Jazz-Standards weiter. Es folgte ein rätoromanisches Volkslied, welches die Jazzmusikerin Andrea Nydegger für den Jazzchor Bern arrangiert hatte. Bertrand Gröger, der Chorleiter, brachte ein spezielles und swingendes Arrangement vom deutschen Volkslied „Königskinder“ mit. Dort wurde nicht nur die Musik neu arrangiert, sondern auch der Text abgeändert, sodass die Geschichte ein Happy End bekam. Im zweiten Teil waren die Höhepunkte „S’Ramseyers wei go grase“, genial arrangiert von Xenia Zampieri und dann eine gesungene Vertonung vom „Totemügerli“, von Xenia Zampieri komponiert. Diese Interpretation war etwas gewöhnungsbedürftig, da der Text kein Gedicht ist, wurde er „Divers“ gesungen. „African Call“ von Bertrand Gröger war ebenfalls eine mitreissende und sehr wohlklingende Komposition. Das Konzert endete mit „*Birdland“ von Josef Zawinul und einer Zugabe. Der Chor sang schwierige, mehrstimmige Sätze und meisterte das bravourös. Von der Darbietung her können diese Laien mit Profis mithalten.

Dies war wiederum ein tolles Konzert dieses ausgezeichneten Chors.

Fredi Hallauer

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Weitere Informationen

zum Reinhören:

All or nothing at all, Jazzchor Bern 2024. Piano: Simone Bollini, Bass: Thomas Dürst

Herbstkonzert 2024, Kulturhof Köniz. Foto Livio Gneist

Königskinder_neu, Videoclip Jazzchor Bern 2024. Arr. Bertrand Gröger, Piano: Simone Bollini, Bass: Thomas Dürst

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